
Netzwerkarbeit und Transformation im Fokus: ATB bei überregionalen Fachveranstaltungen vertreten
ATB berichtet von der Bildungskonferenz Lausitz und dem acatech HR-Kreis: Impulse zu Netzwerkarbeit, KI, Transformation und Kompetenzentwicklung.
Netzwerke als Motor für Innovation und Zusammenarbeit
Wie können Netzwerke wirksam gestaltet werden? Welche Rolle spielen Human Resources und Künstliche Intelligenz in Zeiten tiefgreifender Transformation? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich zwei Veranstaltungen, an denen Mitarbeitende des ATB in den vergangenen Wochen teilnahmen: die Bildungskonferenz Lausitz in Cottbus sowie die Sitzung des acatech HR-Kreises in Berlin. Die dort gewonnenen Impulse fließen unmittelbar in aktuelle Forschungs- und Transferaktivitäten des Instituts ein.
Auf der Bildungskonferenz Lausitz vertrat Lisa-Marie Winkler die ATB. Die Veranstaltung widmete sich der Frage, welchen Beitrag Netzwerke für regionale Entwicklung, Zusammenarbeit und Wissenstransfer leisten können. Diskutiert wurde dabei nicht nur, welche Chancen in einer starken Vernetzung liegen, sondern auch, wie die Wirksamkeit von Netzwerken kritisch hinterfragt und bewertet werden kann. Themen wie die wirksame Zusammensetzung von Netzwerken, die Einbindung relevanter Akteurinnen und Akteure, ihre strukturelle und finanzielle Verstetigung sowie die Messbarkeit von Netzwerkerfolgen standen im Mittelpunkt der Diskussionen.
Für ATB knüpften diese Fragestellungen unmittelbar an die Erfahrungen aus dem Projekt PAL – Perspektive Arbeit Lausitz an. Im Rahmen des Projekts konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Kontakte und Kooperationen in der Lausitz aufgebaut werden, die über die Projektlaufzeit hinaus tragfähige Grundlagen für weitere gemeinsame Aktivitäten schaffen.
Gleichzeitig lieferte die Konferenz wichtige Anregungen für das Projekt SmartVET:KI. Besonders die Diskussion um die Frage, ob alle relevanten Perspektiven an Entwicklungsprozessen beteiligt sind, besitzt für die Gestaltung digitaler und KI-gestützter Lösungen in der beruflichen Bildung hohe Relevanz. Im Projekt werden deshalb sowohl Ausbilderinnen und Ausbilder als auch Auszubildende aktiv in die Entwicklung und Erprobung neuer Ansätze eingebunden. Ergänzend schafft das Praxisnetzwerk SmartVET:KI einen Raum für den Austausch mit weiteren Akteurinnen und Akteuren aus Bildungspraxis, Forschung, Technologieentwicklung und Unternehmen.




KI, Veränderungsfähigkeit und die Zukunft der Personalarbeit
Zeitgleich nahm Claudia Graf-Pfohl an der Sitzung des acatech HR-Kreises in Berlin teil. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten dort, wie Unternehmen und Beschäftigte die steigende Dynamik und Dichte technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen erfolgreich bewältigen können. Zentrale Themen waren die Gestaltung von Transformationsprozessen, die Förderung von Veränderungs- und Lernbereitschaft sowie die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Arbeit, Führung und Kompetenzentwicklung.

In den Beiträgen wurde deutlich, dass KI weit über reine Effizienzsteigerungen hinaus betrachtet werden muss. Vielmehr stehen Fragen der Lernfähigkeit, Zukunftsfähigkeit und Employability von Beschäftigten zunehmend im Fokus. Ebenso wurde die Bedeutung von psychologischer Sicherheit, klarer Orientierung in Veränderungsprozessen und einer aktiven Rolle des Personalmanagements bei der Gestaltung des Wandels hervorgehoben.
Die diskutierten Herausforderungen berühren zentrale Forschungsfragen derATB: Welche Auswirkungen hat generative KI auf Lernen, Entscheidungsfindung und Problemlösung? Welche Kompetenzen benötigen Beschäftigte künftig? Und wie können Mensch, Technik und Organisation gemeinsam weiterentwickelt werden? Die Erkenntnisse aus der Diskussion greifen wir in unseren laufenden Forschungs- und Transferaktivitäten auf.
Gemeinsame Erkenntnis: Zukunft entsteht im Austausch
Ob regionale Netzwerkarbeit in der Lausitz oder strategische Diskussionen zur Zukunft der Personalarbeit auf Bundesebene: Beide Veranstaltungen verdeutlichten, dass erfolgreiche Innovationen nur durch den Austausch unterschiedlicher Perspektiven entstehen. Netzwerke, Zusammenarbeit und die aktive Gestaltung von Veränderungsprozessen bleiben damit zentrale Erfolgsfaktoren für die Entwicklung zukunftsfähiger Arbeits- und Lernwelten.
Wie nachhaltig solche Begegnungen wirken können, zeigt das Projekt PAL – Perspektive Arbeit Lausitz. Zwar endet das Projekt offiziell im Oktober 2026, die in den vergangenen Jahren gewachsenen Kontakte, gemeinsamen Themen und Kooperationen bleiben jedoch bestehen.
Unser Dank gilt dem Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz, den Organisatorinnen und Organisatoren des acatech HR-Kreises sowie allen Beteiligten für den offenen, konstruktiven und durchaus auch kritischen Austausch.
Ein Gedanke bleibt dabei besonders in Erinnerung: Nicht nur Menschen lernen in Netzwerken voneinander – auch Netzwerke können und sollten voneinander lernen.
Gefördert von


Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Förderrichtlinie „Zukunft der Arbeit: Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung. Erste Wettbewerbsrunde: Gestaltung neuer Arbeitsformen durch Künstliche Intelligenz“ im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ (Förderkennzeichen: 02L19C306) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Webseite liegt bei den Autor:innen.



